Huaraz

Seit dem letzten Ruhetag liegen 4 Etappen hinter mir. Man sagt, dass mit diesen Etappen The Andes Trail erst richtig beginnt. Denn nun hatten wir keine überwiegend asphaltierten Staßen mehr, es ging zurück in die Berge und in einsamere Gebiete und folglich standen auch die nächsten Bush-Camps auf dem Plan. Wobei Büsche nur in sehr begrenzter Anzahl vorhanden waren…

Nach einem weiteren halben Tag entlang der PanAm bogen wir in Richtung der Berge und der Trockenheit ab. Wir folgten dann für die nächsten zweieinhalb Tage des Verlaufs des Canon del Pato. Die Schotterstraße führte uns entlang der langen Schlucht stetig steigend bis nach Caraz auf deutlich über 2000m. Neben dem stetigen Klettern (am ersten Tag hatten wir wenigstens zum ersten Mal einen anständigen Rückenwind), den schlechten Straßenverhältnissen und den etwas weniger komfortablen Bush-Camps, hatten wir hauptsächlich mit einer Menge Staub zu kämpfen. Der Staub legte sich im Laufe der Tage als eine Schicht aus Sonnencreme, Schweiß und Energy-Drink und Staub auf alles. Dazu kamen später mehrere Tunnel, welche bei der quasi einspurigen Straße und den teilweise dicken Fahrzeuge welche einem entgegen kamen zu einem weiteren Wagnis wurde. Man konnte nur hoffen, dass man entweder keinen Gegenverkehr bekam, bzw. dass man von diesem gesehen wurde und auch noch an ihm vorbei passte wenn man sich ganz nah an die Tunnelwand drückte. Ansonsten hieß es umkehren… Aufgrund dieser Hindernisse wurde das Rennen jeweils nur bis zum Lunch-Stopp, d.h. bis zur Hälfte der Etappe gewertet. Somit blieben, nach dem ich meinen kleinen Vorsprung einigermaßen komplett verteidigt hatte Zeit für Fotos und einer etwas gemütlicheren Fahrt mit wenigen Gelegenheit für einen Drink entlang der Strecke. Während Erik mit seinem Cross-Rennrad einige Probleme und Platten hatte, Dirck aufgrund von Knieproblemen nicht ganz so schnell unterwegs war, blieb immer ein Zweikampf zwischen mir und Peter. Während ich bis jetzt abgesehen von einer Minute meinen Vorsprung noch halten konnte, wird es bei den kommenden Etappen mit viel Geklettere wohl bald damit vorbei sein… Bereits morgen erreichen wir das höchstgelgendste Bush-Camp auf 4200m bevor wir am Tag darauf den höchsten Punkt der Tour auf 4800m erklimmen werden!

Jetzt sind wir in Huaraz, einer kleinen Stadt am Fuße der höchsten Berge Perus, von welcher viele Touristen zu Bergtouren aufbrechen. Dementsprechend viele Europäer und Amerikaner sind in dieser geschäftigen Stadt unterwegs. Da es nicht allzuviel zu sehen gibt,  blieb heute viel Zeit um die notwendigen Dinge eines Ruhetages zu erledigen. D.h. den Staub vom Rad, vorallem von der Kette und der Schaltung zu kratzen, Wäsche waschen und sich von der gestrigen Party zu erholen. Ein relativ normaler Sonntag also!

Fotos von den letzten Etappen sind auch online!

 

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