Andahuaylas-Cusco

Diesmal waren es in den letzten vier Tagen 3 Pässe um die 4000m die wir zu überqueren hatten. Und zwischendurch ging es selbst verständlich immer runter bis auf um die 2000m – also mal wieder einige Kletterei… Jetzt sind wir in Cusco angekommen und haben uns zwei Ruhetage am Stück verdient. Da diese allerdings im wesentlichen dafür drauf gehen, den unausweichlichen Trip nach Machu Picchu machen zu können, ist nicht allzuviel Zeit alles notwendige, was an Ruhetagen anfällt, zu organisieren. Darum auch nur ein kurzes Update…

Nachdem der erste Pass und die dazugehörige Abfahrt noch auf unpaved roads zu bewältigen war, sind wir nun endlich wieder für einige Tage auf asphaltierten Straßen unterwegs. Das macht alles ein wenig einfacher. Man muss nicht täglich sein Rad und vorallem die Schaltung und die Kette von einer Staubschicht befreien, sondern kann sich beim fahren auch auf andere Dinge konzentrieren, als auf die Steine und Schotterhaufen, welche uns das Leben schwer gemacht haben. Zum Glück ist auf der 60km langen Abfahrt außer einem harmlosen Sturz und ein paar Platten nichts passiert, so dass die ganze Gruppe nach einem kleinen (NUR 15km lang) Anstieg einen halben Ruhetag in Ambacay verbringen konnten, da alle relativ zeitig im Hotel waren. Außerdem ist es für die Räder eine kleine Erholung nach vielen Etappen mit schlechten Straßenverhältnissen. Es knackt, quietscht und wackelt an mehreren Stellen, so dass auch das Material eine kleine Erholung gebrauchen kann…
Ein Highlight der letzten Tage war das gestrige Abendessen. Im Camp gab es frisch im Ofen zu bereitete Meerschweinchen – Cuy, ein traditionelles peruanisches Gericht. Viel ist allerdings nicht dran. Und das Bisschen ist nicht besonders leicht von den vielen kleinen Knochen abzubekommen…

Ansonsten scheint sich alles ein wenig mehr auf die mentale Ebene zu verlagern. Nachdem man sich nach sieben Wochen sehr gut kennt und sich zum Teil auf einem relativ gleichen Niveau eingependelt hat, geht es immer mehr um den Willen jeden Morgen wieder aufs Rad zu steigen. Schon Kleinigkeiten wie eine schleifende Bremse die sich nicht vernünftig einstellen lässt, ein schlechtes Abendessen oder schnarchende Zeltnachbarn führen leicht zu einer Anspannung, die einem die Kraft nimmt sich am nächsten Tag wieder entsprechend zu quälen…

 

3 mal kommentiert ↓

  1. Miriam sagt:

    Huhu Martin. Tolle Orte an denen ihr dort “vorbeiradelt”! Und bestimmt eindrucksvoller als als Bustouri. Viel Spaß. Grüße aus HH

  2. Dolf Bottelier sagt:

    Hello Martin,

    Everything OK? You will now be in Bolivia, I reckon. My arm is no longer in a cast, but I face still at least another 4 weeks of recovery and after that 6 weeks of revalidation. Shit! I seem to recall that you had videofootage of me at the place of the accident. If so, could you forward that to me? dolf.bottelier@zonnet.nl
    I would be so thankfull.

    Keep the wheels turning! Kind regards,

    Dolf

  3. Martin sagt:

    Hey Dolf,

    the wheels stopped turning at the chest of a donkey three days ago…
    I had one day in a hospital and luckily my arms or something else not in a cast. Only a “few” scratches and stiff muscles!

    I will cut the sequence of the video as soon as possible and send you a link to download it. I think it will be too big for a mail-attachment!

    I wish you a good revalidation!

    Martin

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