NP Torres del Paine-Punta Arenas

Nur ein kurzes Update von den vergangenen 3 Etappen und dem Ruhetag in Punta Arenas, bevor wir die letzten 460km in Angriff nehmen.

Die Etappen waren weiterhin stark vom Wind abhängig. Der ist jedoch zumindest relativ konstant in seiner Richtung, zum Teil stoppt er plötzlich, meistens jedoch nur um einige Stunden später um so stärker wieder einzusetzen. Da wir wissen, dass er i.d.R. aus westlichen Richtungen kommt, weiß man zumindest auf die Karte auf welchen Abschnitten es hart wird, weil man mit einem heftigen Gegen- oder, meist das größere Übel, Seitenwind zu rechnen hat. Nachdem in der zweiten Nacht in Villa Tehuelches der Wind stundenlang an meinem Wind gezerrt und mir fast einen umgewehten Fahnenmast auf den Kopf geschmissen hat, wurden wir in der Mitte der Etappe nach Punta Arenas von einem stets kräftigen und manchmal dazu noch böigen Seitenwind quer über die Straße bis an den linken Rad, oder sogar darüberhinaus in den unbefestigten Seitenstreifen getrieben. Selbst als einer derjenigen, die mit dem Wind noch besser zurecht kamen – die vielen Steaks und so zahlen sich aus… ;-) – war ich manchmal chancenlos, das Gleichgewicht und die Kontrolle zu behalten. Dazu kam mehr Verkehr, welcher das zum Teil unkontrollierte Hin-und-Her-Gewehe – welches aus dem Lunchtruck übrigens äußerst unterhaltsam anzusehen war – noch etwas gefährlicher machte.
Der Ruhetag in Punta Arenas war unser letzter. Dafür konnten wir zweimal feiern, da hier heute Feiertag ist und die Fähre über die Magellanstraße nur nachmittags fährt. Die eigentliche Etappe wurde auf morgen verschoben und ist dafür nun deutlich länger, da wir keinen Tag verlieren können – wir hätten ja schließlich kaum noch Zeit das wieder aufzuholen. Also warten morgen 140km unpaved auf uns. Dass kann ein langer Tag werden, insbesondere wenn der Wind nicht wie erhofft weiterhin aus Westen kommt und uns diesmal ein wenig hilft…

 

1 mal kommentiert ↓

  1. Mark sagt:

    hihi, der Wind, der Wind, das himmlische Kind…

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